Dutch Oven: Gasgrill oder Kohle?
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Dutch Oven: Gasgrill oder Kohle?
Beim Dutch Oven gibt es zwei Lager.
Die einen sagen:
Briketts. Sonst ist es kein echtes Dutch Oven Cooking.
Die anderen stellen das Ding einfach auf den Gasgrill.
Und weißt du was?
Beides funktioniert.
Der Dutch Oven interessiert sich nämlich erstmal nur für Hitze.
Nicht dafür, ob sie aus Kohle, Gas, einem Backofen oder sonst woher kommt.
Trotzdem gibt es Unterschiede.
Und die sind durchaus relevant.
Was ist der klassische Weg?
Klassisch läuft der Dutch Oven mit Briketts.
Ein Teil kommt unter den Topf.
Ein Teil auf den Deckel.
Dadurch bekommst du Hitze von unten und oben.
Im Prinzip baust du dir damit einen kleinen Backofen aus Gusseisen.
Das ist ziemlich genial.
Vor allem für:
Schichtfleisch
Brot
Aufläufe
Mac & Cheese
Gulasch
Chili
Schmorgerichte
Und natürlich alles, was ein bisschen Zeit braucht.
Warum funktionieren Briketts so gut?
Weil sie relativ gleichmäßig sind.
Ein Brikett ist ungefähr so groß wie das nächste.
Dadurch kannst du die Hitze einigermaßen reproduzierbar steuern.
Wenn du zum Beispiel mehr Oberhitze brauchst, legst du mehr Briketts auf den Deckel.
Willst du weniger Hitze von unten, reduzierst du dort.
Einfach.
Praktisch.
Funktioniert.
Holzkohle oder Briketts?
Für den Dutch Oven würde ich fast immer Briketts nehmen.
Normale Stückholzkohle kann natürlich ebenfalls Hitze liefern.
Aber die Stücke sind unterschiedlich groß.
Ein Stück ist winzig.
Das nächste ist ein halber Baumstamm.
Wenn du Hitze gezielt verteilen willst, ist das einfach unpraktischer.
Bei Briketts kannst du zählen.
Bei Stückkohle schätzt du.
Beides geht.
Aber eines ist einfacher.
Welche Briketts eignen sich?
Ich will beim Dutch Oven vor allem:
gleichmäßige Größe
lange Brenndauer
wenig Zerbröseln
sauberes Abbrennen
vernünftige Hitze
Kokosbriketts können dafür ebenfalls sehr gut funktionieren.
Viele brennen lange und ziemlich gleichmäßig.
Aber auch da gilt:
Es gibt gute und schlechte.
Probieren.
Wenn sie funktionieren, funktionieren sie.
Wie verteilt man die Briketts?
Das hängt vom Gericht ab.
Für Schmorgerichte brauchst du meist mehr Unterhitze.
Für Brot oder Aufläufe brauchst du mehr Oberhitze.
Ganz grob:
Schmoren = mehr unten
Backen = mehr oben
Aber mach daraus keine Mathematikprüfung.
Der Dutch Oven ist ziemlich gutmütig.
Wenn du merkst, dass oben nichts passiert:
Mehr Hitze oben.
Wenn unten alles anbrennt:
Weniger unten.
Auch hier hilft erstaunlich oft:
Hinschauen.
Dutch Oven auf dem Gasgrill
Jetzt zum Teil, bei dem manche Puristen nervös werden.
Ja, ein Dutch Oven funktioniert auf dem Gasgrill.
Und zwar ziemlich gut.
Topf rein.
Brenner einstellen.
Deckel vom Grill schließen.
Fertig.
Dein Gasgrill wird im Grunde zum Backofen.
Was ist der Vorteil vom Gasgrill?
Ganz klar:
Temperaturkontrolle.
Du kannst die Brenner relativ einfach regeln.
Du brauchst keine Briketts nachlegen.
Du hast keine Asche.
Und du kannst ziemlich entspannt arbeiten.
Gerade für Schmorgerichte ist das super.
Gulasch interessiert sich nicht dafür, ob unter dem Topf Kohle liegt.
Es will Temperatur und Zeit.
Fehlt auf dem Gasgrill die Oberhitze?
Nicht komplett.
Wenn der Grilldeckel geschlossen ist, zirkuliert die heiße Luft im Garraum.
Du bekommst also durchaus Wärme von oben.
Aber:
Du hast nicht dieselbe direkte Oberhitze wie mit Briketts auf dem Dutch-Oven-Deckel.
Das merkst du vor allem bei Dingen wie:
Brot
überbackenen Gerichten
Aufläufen
Mac & Cheese mit Kruste
Da ist Kohle oben einfach sehr praktisch.
Kann man das auf dem Gasgrill lösen?
Natürlich.
Du kannst den Dutch Oven offen oder teilweise offen weiterbacken.
Du kannst mit indirekter Hitze arbeiten.
Du kannst am Ende sogar mit einem Oberhitzeelement nachhelfen, wenn dein Grill so etwas hat.
Oder du machst es ganz verrückt:
Du akzeptierst einfach, dass die Kruste etwas anders aussieht.
Das Gericht wird trotzdem nicht plötzlich ungenießbar.
Schmeckt Dutch Oven auf Kohle besser?
Nicht automatisch.
Wenn der Deckel geschlossen ist, bekommt das Essen im Inneren relativ wenig direkten Rauch ab.
Der Hauptunterschied ist also nicht unbedingt der Rauchgeschmack.
Der Unterschied ist eher:
Hitzeverteilung.
Atmosphäre.
Und Erlebnis.
Ein Dutch Oven auf Briketts draußen im Garten fühlt sich einfach anders an.
Das gehört ein bisschen dazu.
Aber geschmacklich kann ein Gericht auf dem Gasgrill genauso stark werden.
Was ist mit offenem Dutch Oven?
Da wird es interessanter.
Wenn du ohne Deckel arbeitest oder den Topf offen im Grill stehen hast, kann natürlich Rauch ans Essen kommen.
Dann kann ein Holzkohlegrill oder Smoker zusätzlichen Geschmack bringen.
Aber auch hier:
Das ist eine Option.
Keine Pflicht.
Dutch Oven im Backofen
Und jetzt kommt die Lösung, die wahrscheinlich am wenigsten Instagram-tauglich ist.
Der Backofen.
Dutch Oven rein.
Temperatur einstellen.
Garen.
Funktioniert hervorragend.
Gerade bei schlechtem Wetter.
Oder wenn du keine Lust hast, draußen mit Kohle zu hantieren.
Ist das weniger romantisch?
Ja.
Ist das Essen deshalb schlechter?
Nein.
Dutch Oven auf dem Herd
Bei einem Dutch Oven mit flachem Boden geht auch das.
Gerade für:
Anbraten
Gulasch
Chili
Suppen
Saucen
funktioniert der Herd problemlos.
Du kannst Fleisch darin anbraten und anschließend den ganzen Topf in den Backofen stellen.
Das ist sogar ziemlich praktisch.
Wo spielt Kohle ihre Stärke aus?
Ganz klar bei:
Ober- und Unterhitze unabhängig voneinander.
Das kannst du mit Briketts extrem einfach steuern.
Brot backen?
Mehr oben.
Schichtfleisch?
Gleichmäßiger.
Etwas kräftiger von unten?
Mehr darunter.
Du bist nicht an die Hitzeverteilung eines Grills gebunden.
Der Dutch Oven wird wirklich zum eigenen kleinen Garraum.
Wo spielt Gas seine Stärke aus?
Komfort.
Temperatur einstellen.
Deckel zu.
Laufen lassen.
Bei langen Schmorgerichten ist das einfach angenehm.
Wenn ich ein Chili vier Stunden laufen lasse, brauche ich nicht zwingend das volle Lagerfeuererlebnis.
Manchmal will ich einfach essen.
Ist Gas also die einfache Variante?
Ja.
Und das meine ich nicht negativ.
Einfach ist manchmal ziemlich geil.
Wenn ich dasselbe gute Ergebnis mit weniger Aufwand bekomme, sehe ich darin keinen moralischen Fehler.
Es gibt Gerichte, bei denen ich die Briketts und das ganze Drumherum liebe.
Und es gibt Tage, da stelle ich den Dutch Oven auf den Gasgrill und bin froh, dass ich einfach einen Regler drehen kann.
Beides darf existieren.
Welche Methode für Schichtfleisch?
Klassisch:
Briketts.
Passt einfach perfekt.
Der Topf bekommt Hitze von allen Seiten und läuft schön gleichmäßig.
Aber:
Auf dem Gasgrill funktioniert Schichtfleisch ebenfalls.
Indirekte Hitze.
Deckel zu.
Zeit geben.
Fertig.
Welche Methode für Brot?
Hier würde ich Kohle bevorzugen.
Die gezielte Oberhitze auf dem Deckel ist ein echter Vorteil.
Dadurch bekommst du eine schöne Kruste.
Im Backofen funktioniert es natürlich ebenfalls hervorragend.
Auf einem Gasgrill geht es auch, braucht aber gegebenenfalls etwas mehr Aufmerksamkeit.
Welche Methode für Mac & Cheese?
Briketts sind stark, wenn du oben richtig Farbe willst.
Gasgrill funktioniert super für das eigentliche Garen.
Dann am Ende nochmal Oberhitze drauf.
Und schon passt es.
Welche Methode für Gulasch oder Chili?
Ganz ehrlich?
Völlig egal.
Kohle.
Gas.
Backofen.
Herd.
Temperatur halten.
Zeit geben.
Abschmecken.
Fertig.
Da würde ich die Methode danach auswählen, worauf ich gerade Bock habe.
Welche Methode ist besser?
Wenn du das klassische Dutch-Oven-Erlebnis willst:
Briketts.
Wenn du maximale Bequemlichkeit willst:
Gasgrill.
Wenn draußen Weltuntergang ist:
Backofen.
Wenn du gerade auf dem Herd anfängst:
Herd.
Das Gericht entscheidet.
Nicht irgendein Regelbuch.
Braucht man überhaupt einen Dutch Oven?
Natürlich nicht.
Ein guter Bräter kann vieles davon ebenfalls.
Aber ein Dutch Oven ist für mich trotzdem ein geiles Werkzeug.
Robust.
Vielseitig.
Speichert Hitze.
Kann praktisch überall eingesetzt werden.
Und irgendwie macht es einfach Spaß, einen schwarzen Gusseisentopf auf glühende Kohlen zu stellen.
Manchmal darf Werkzeug eben auch Spaß machen.
Mein Fazit
Dutch Oven auf Gas oder Kohle?
Beides funktioniert.
Briketts geben dir sehr direkte Kontrolle über Ober- und Unterhitze und gehören zum klassischen Dutch-Oven-Erlebnis.
Der Gasgrill ist bequemer und bei Schmorgerichten oft genauso effektiv.
Und wenn du den Topf in den Backofen stellst, kommt auch niemand vorbei und nimmt dir deine BBQ-Mitgliedskarte weg.
Zumindest hoffe ich das.
Entscheidend ist:
Temperatur.
Zeit.
Und ein gutes Gericht.
Der Rest ist Werkzeug.
Make it better, not different.
Be the coach!
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